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Auf den Tag…

Genau, vergingen drei Monate – zwischen dem ersten Treffen und der Feststellung : Yeah, er ist ein Arschloch.

Er hat vielleicht nicht gelogen. Er hat mich nie versetzt.  Aber er hat das getan, was ein Mann nur einmal bei mir macht und nie wieder.

Er hat mir ins Gesicht geschlagen. Und nicht nur das. Er tat mir auch anderweitig weh und hörte auch nicht auf, als ich sagte, lass es. Du tust mir weh.

Und zwar aus dem einfachen Grund, das er einen blöden Spruch abgelassen hat und ich Contra gab. 

Und dann traut er sich, einen Tag später , nachdem ich meine sieben Sachen gepackt habe und gegangen bin,  auch noch zu fragen, welche Laus mir über die Leber gelaufen ist. 

Das war dann für 2016 mein letzter Versuch.

Mein Bedarf an Arschlöchern ist definitiv gedeckt. 

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Unerwartete Entschuldigung

Kopfhörer. Laute Musik. Der Versuch mit der Musik, die Gedanken zu übertönen. Ein Blick aufs Handy. Farbe des blinkens – rosa. Bedeutung, Erinnerung an eine sinnlose Sache.  Ignoriert.

Nächstes Lied. Der Versuch die Gedanken zu übertönen, Zwecklos. Neues Lied, neue Gedanken. Neuer Blick aufs Handy. Neue Farbe, blau. Bedeutung – Facebook. Interessiert mich im Moment nicht.

Das Lied läuft. Das blinken des Handys ändert sich. Von blau, zu lila. Lila, eine Nachricht. Will ich wissen von wem? Eigentlich grad nicht. Aber da ich auf eine Antwort warte, nehme ich das Handy, entsperre es und mein Blick fällt auf die letzten drei Nummern, die mir über der Nachricht angezeigt werden.

Gedankenchaos in meinem Kopf. Ich kenne die drei letzten Ziffern … 111 … Ich habe den Besitzer, dieser Zahlen vor einem halben Jahr gelöscht. Aus meinem Leben. Aus meinem Handy. Und bis dato, ziemlich erfolgreich auch aus meinen Gedanken.

Und nun? Ein einzelner Smiley, starrt mich an.

Meine knappe Frage, was willst du?

  • Fragen, wie es dir geht…

Warum? Was soll das?

  • Darf ich nicht fragen, wie es dir geht? Es war scheiße damals und ich wollte mich entschuldigen.

 

Entschuldigen, wofür? Dass er mich wie eine komplette Vollidioten stehen lassen hat? Hat er seiner Meinung nach nicht, er konnte sich nur nicht vorstellen, was ich mit einem Mann will, der zu der Zeit keine eigene Wohnung hatte und bei einem Kollegen wohnte.

Vielen Dank dafür, dass ich als so oberflächlich hingestellt werde. Er hat mir keine Wahl gelassen, sondern für mich entschieden, dass ich so jemanden, in meinem Leben nicht brauche.

Und jetzt kommt er an und schreibt, es war scheiße von ihm. Wünscht mir eine gute Nacht und einen guten Morgen.

Was soll das?

Wahrheit …

… auch sie liegt im Auge des Betrachters.

Da ich noch immer im Besitz, einer gewissen Online Dating App bin, hatte ich das Vergnügen, mit einem meiner Reinfälle erneut Bekanntschaft zumachen.

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass wenn man ein Foto von sich hoch lädt, einen noch mehr von den Vollpfosten, mit ihren ach so flachen Sprüchen anschreiben, besitze ich derzeit kein Bild, das anzeigt, wer denn so am anderen Ende der App sitzt.

So hatte ich das Vergnügen, von meinem ersten online Reinfall, erneut angeschrieben zu werden. Es blieben mir zwei Möglichkeiten; Preisgeben wer ich bin, oder es für mich behalten und mir erneut den Schwachsinn  anzutun, den er sich so aus den Fingern saugt.

Ich entschied mich für ersteres und schrieb ihm,  dass wir schon „live“, mehr oder weniger, das Vergnügen hatten.

Irgendwann kamen wir auf die kurze Zeit zu sprechen, die wir hatten und was ich ihm schrieb, war in seinen Augen „gemein“. Ich war der Ansicht, es war ehrlich und realistisch. Und wenn man es mit der Ehrlichkeit nicht so genau nimmt, mag es einem vielleicht gemein vorkommen.

In seinen Augen, kommt es drauf an.

– Vorauf, weiß ich nun auch nicht so genau. –

Wie auch immer, Wahrheit liegt im Auge des Betrachters, und du betrachtest halt alles etwas anders.

Und siehe da, er gab mir Recht.  Er gab mir Recht, aber schrieb gleichzeitig, dass er mich nie angelogen hätte und das war der Moment, wo ich ihm erneut ein schönes Leben wünschte und viel Erfolg, bei was auch immer.

Man sieht sich immer zwei Mal im Leben ? Ich bin mir ganz sicher, dass war nicht das letzte Mal.  Irgendwann hat er wieder vergessen, wer hinter dem Nick steckt und wird mich wieder anschreiben, wie die Male davor auch. Und auch dann, wird sich seine Wahrheit nicht geändert haben.

Seine Wahrheit, ist seine eigene kleine Lügenwelt.

 

Was bedeutet Liebe?

Was ist Liebe?

Bedingungsloses Vertrauen? Grenzenlose Zuneinung?

Das Gefühl zu spüren, etwas Besonderes zu sein? Geliebt zu werden, wie man ist?

Verstanden zu werden, ohne etwas zu sagen? Geborgenheit zu fühlen?

Zu wissen, dass man angekommen ist, wo man hingehört? Zu erfahren, dass mehr als dies nicht geht.

Wärme und Nähe zu spüren? All das zu geben, was man bekommt?

Sehnsucht und Verlangen nach dem anderen tief in sich zu fühlen?

Angst um jemanden zu haben?

Trauer und Wut zu empfinden, wenn es vorbei ist?

Optimismus, dass alles gut wird?

Ein Chaos der Gefühle?

Verzweiflung, wenn man liebt und nicht geliebt wird?

Einsamkeit, obwohl man nicht alleine ist?

Enttäuschung und Hilflosigkeit und Hass?

Fühlen wir uns beschützt, wenn wir geliebt werden?

Macht sie uns ungeduldig?

Sind wir ohne die Liebe innerlich  leer und verloren?

Bedeutet es zu Lieben, wenn man leidet und Schmerz fühlt?

Liebe kann man nicht in Worte fassen.

Liebe muss man fühlen, erleben und manchmal auch erleiden. Jeder Mensch, der aus tiefsten Herzen liebt oder geliebt hat, kennt die wahre Bedeutung von Liebe!