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Ich vermisse dich unglaublich 

Du warst immer für mich da. Du warst es, der ich damals  als erste anvertraut habe,  dass ich schwanger bin. Noch vor meiner Mutter.

Du warst es, zu der ich immer kommen konnte, wenn ich ein Problem hatte.

Du warst es, mit der ich von einem Café ins nächste zog und Kaffee für Kaffee trank.

Du warst es, mit der ich meine Sammlung,  meiner Ohrringe, stetig erweitert habe.

Du warst es, die meinen schwarzen Humor verstanden hat, denn du hattest selbigen.

Du warst es, die vor kurzem gesagt hat, du hast nicht vor zu sterben. Das passt nicht in deinen Plan vom Leben.

Du warst es, die bei meinem letzten Besuch gesagt, ich soll nicht so schauen, wir sehen uns noch oft wieder.

Du hast es versprochen.

Vor zwei Tagen wollten wir telefonieren.  Du meldest dich, hast du gesagt.

Aber es kam nichts. Gestern hast du geschrieben, wir telefonieren die Tage…

Jetzt ist es zu spät.

Heute die Nachricht. Du bist gestorben. Und ich konnte es nicht glauben. Ich glaube es noch immer nicht. Ich will es nicht glauben. Immer wieder sehe ich mir die letzten Worte,  von unserem WhatsApp Verlauf an…

wir telefonieren die Tage 

Und ich bereue es so sehr, dass ich nicht einfach angerufen habe.

Du warst nicht nur meine Tante. Du warst viel mehr für mich. Du warst wie eine Mutter für mich. Und du wirst mir so unendlich fehlen.

Danke. Danke für alles.

😢

Was bedeutet Liebe?

Was ist Liebe?

Bedingungsloses Vertrauen? Grenzenlose Zuneinung?

Das Gefühl zu spüren, etwas Besonderes zu sein? Geliebt zu werden, wie man ist?

Verstanden zu werden, ohne etwas zu sagen? Geborgenheit zu fühlen?

Zu wissen, dass man angekommen ist, wo man hingehört? Zu erfahren, dass mehr als dies nicht geht.

Wärme und Nähe zu spüren? All das zu geben, was man bekommt?

Sehnsucht und Verlangen nach dem anderen tief in sich zu fühlen?

Angst um jemanden zu haben?

Trauer und Wut zu empfinden, wenn es vorbei ist?

Optimismus, dass alles gut wird?

Ein Chaos der Gefühle?

Verzweiflung, wenn man liebt und nicht geliebt wird?

Einsamkeit, obwohl man nicht alleine ist?

Enttäuschung und Hilflosigkeit und Hass?

Fühlen wir uns beschützt, wenn wir geliebt werden?

Macht sie uns ungeduldig?

Sind wir ohne die Liebe innerlich  leer und verloren?

Bedeutet es zu Lieben, wenn man leidet und Schmerz fühlt?

Liebe kann man nicht in Worte fassen.

Liebe muss man fühlen, erleben und manchmal auch erleiden. Jeder Mensch, der aus tiefsten Herzen liebt oder geliebt hat, kennt die wahre Bedeutung von Liebe!

Und dann kommt die Frage

Den ganzen Tag über, wird man immer wieder, durch irgendwelche Kleinigkeiten, an ihn erinnert. Aber da man Beschäftigung hat, schiebt man anachtslle Gedanken beiseite. Und wenn man sich doch einen Augenblick mit diesem beschäftigt, denkt man nur, er hat einen eh nicht verdient, also weg mit dem Gedanken.

Doch abends im Bett, wenn man einfach nur schlafen will, fängt es an, mit dem Warum? So viele Fragen, die alle mit warum beginnen. Und der einzige Mensch, der sie beantworten könnte, tut es nicht.

Hatte man auch schon alles. Und man gehört nicht zu den Menschen, die wirklich gut damit leben können, ohne eine Antwort auf das – Warum – zu bekommen. Mit Antworten darauf, könnte man einfacher damit abschließen. Selbst wenn die Antworten, absolut nicht so ausfallen würden, wie man sich vielleicht wünscht. Selbst wenn die Antworten, einen noch mehr verletzen würde.

Aber man hätte Antworten.  Doch die Genies, die man sich so an seine Seite holt, bevorzugen zu schweigen und die Antworten für sich zu behalten.

Danke hierfür.

 

Mein unschwuler-schwuler Freund

Hä? Was soll das denn sein? Unschwul-schwul. Ja. Und jede Frau sollte so einen Mann in seinem Leben haben. Klar ist, kaum ein Mann hört gerne:

Du bist super …. als Kumpel.

Die Umstände wie man sich kennengelernt hat, waren wohl alles andere als normal und man selbst hat am allerwenigstens damit gerechnet, einen der wundervollsten Menschen, die man in seinem Leben hat, dort zu finden.

In einem SexChat.

Man erinnert sich noch heute an den ersten Satz, den man von ihm, eines morgens, gelesen hatte:

Ich esse jetzt Joghurtkuchen.

(Und während man hier sitzt und das schreibt, muss man unwillkürlich lächeln, auch wenn einem im Moment gar nicht danach ist)

Man kam über den Joghurtkuchen ins Gespräch. Joghurtkuchen, in einem Chat, wo es um Sex geht. Aber jeder hat halt so seinen Fetisch. *g*

Irgendwann fing man an dort privat zu schreiben. Man verstand sich vom ersten Moment an. Und wenn irgendjemand gelesen hätte, was man so unter vier Augen geschrieben hatte, man hätte uns einweisen lassen.

Der Chat erfüllte seinen Zweck. Man wurde feucht. Und zwar richtig.

Man war wahrscheinlich, die einzige Frau die nicht da feucht wurde, wo alle anderen Frauen in diesem Chat feucht wurden. Man wurde feucht um die Augen  herum. Und das nicht zu knapp.

Dieser besondere Mann, hat einem durch eine Menge schlechter Zeiten geholfen. Unter anderem mit Hilfe von Absätzen in seiner Schulter. Mit abgefackelten Schlössern. Mit explodierten Küchen. Mit Omas ramponierter Vase und abgefackelten Häkeldeckchen.

Das ergibt für alle die dies lesen, absolut keinen Sinn. Das macht aber nichts.

Irgendwann, hat man ihn für schwul erklärt. Und er hat es so hingenommen. Nie im Leben würde er oder man selbst auf die Idee kommen, irgendetwas miteinander anzufangen.

Man hat nie in irgendeiner Weise etwas sexuelles gehabt. Weder in diesem Chat, der seinen Zweck total verfehlt hat, noch auf irgendeiner anderen Art.

Man liebt diesen Menschen. Auf eine ganz besondere Art und Weise. Die Tatsache, dass er immer für einen da ist, egal wie spät es ist. Man kann sich immer auf ihn verlassen. Und egal wie oft man immer und immer wieder zu ihm ankommt und das Bedürfnis hat, sich auszuheulen, er ist da.

Selbst, wenn man immer und immer wieder mit ein und demselben Thema ankommt, ein Thema das man selbst eigentlich nicht mehr hören kann, er hört zu. Geduldig. Aufmerksam. Er sagt, was er denkt. Auch, wenn man manche Dinge nicht vielleicht nicht hören will. Er ist ehrlich zu einem.

Aber um genau zu sein bist du auch gerade nich ehrlich und ich darf das sagen weil ich schwul bin

Das klingt dann zum Beispiel so.

Und dafür ist man ihm dankbar. Dankbar, dass er der unschwule-schwule Freund ist.

Liep isch dia 

Ps: Alle die jetzt schockiert sind- über die abgefackelte Katze im Beitragsbild. Es kam nie eine Katze oder sonstiges zu Schaden! Das fällt unter die Kategorie „Insider“ und ist nicht wirklich ernst zunehmen! 😉

Bei der Suche verloren

Ich habe keine Ahnung, wie lange ich diesen Eintrag schon vor mir herschiebe. Eigentlich wollte ich ihn schon längst geschrieben haben.

Es ist an der Zeit – dass es endlich aus meinem Kopf rauskommt.  Du glaubst gar nicht – wie sehr ich mir wünschte – dass Du das hier liest. Aber Du wirst es nie …  und genaugenommen … denke ich auch – es würde Dir sonstwo vorbeigehen.

Ich versteh dich einfach nicht. Warum Du das getan hast. Du hast genau das getan – was Du versprochen hattest nicht zu tun.

Es war zu Anfang alles nur ein Spiel. Just for fun. Und dann hatte es sich geändert. Und es war kein Spiel mehr.

Ich habe Verständnis gehabt. Ich habe Geduld gehabt ( was – weiß Gott – nicht einfach für mich ist). Ich hab geschwiegen – wenn es an der Zeit war. Ich war für Dich da, wenn Du mich gebraucht hast.

Wir waren uns nah – zu nah wahrscheinlich.  All die Stunden die wir geschrieben haben. Die Stunden – die wir telefoniert haben. Und all die SMS…

Ich habe lange gebraucht um sie von meinem Handy zu löschen … weil ich einfach nicht wahr haben wollte – das Du auch einfach nur ein Oscarreifer Schauspieler warst?! Sie sind gelöscht – ja. Von meinem Handy. Aber in Zeiten der Smartphones gibt es ja Backups  … und genau in diesem Moment stelle ich fest … das unsere knappen 10 Tausend SMS nicht einmal mehr da existieren … Ich weiß grad nicht – ob ich mich freuen soll – das sie alle weg sind. Es ist so endgültig.

So wie es wahrscheinlich auch ist. Endgültig.

Das Letzte was Du mir geschrieben hast… es ist eine scheiß Zeit gerade und du musst erst mal wieder zu dir selbst finden. Ich denke … bei der Suche hast Du mich wohl verloren.

Eigentlich, habe ich schon lange aufgegeben zu warten. Auf eine Mail. Eine SMS. Einen Anruf. Einen Satz von Dir im Msn oder sonst wo.

Ich denke es ist an der Zeit … Dich aus meinem Leben ganz zu streichen.

Du bist es nicht wert und ihm nachhinein warst Du es nicht wert. Du wusstest was meine größte Befürchtung war. Und Du hast gesagt – Du bist nicht so ein Arschloch.

Doch mein Lieber. Du bist sogar noch ein größeres Arschloch als Mister A.

Du hast Dich auch verpisst. Ohne ein weiteres Wort. Es wäre irgendwo eine Sache von Anstand und Respekt gewesen – Klartext zu reden. Ich habe es Dir einfach gemacht.

Alles was ich erwartet habe, war ein ja oder nein.

Schon alleine die Tatsache – dass Du nicht einmal darauf geantwortet hast – war Antwort genug.

Du warst ein weiterer Fehler in meinem Leben. Was soll es. Ich werde auch diesmal aufstehen, wobei ich das schon längst gemacht habe. Alles was bleibt – sind weitere Narben … die mich ab und an das erinnern – was wir hatten.

Ich hoffe – dass ich Dir irgendwann einmal – nochmal kurz einfalle und dass Dir auffällt – was für ein riesen Arschloch Du bist.

Ich danke Dir. Für alles. Für die Zeit die wir hatten. Und dafür – dass Du mir vor Augen gehalten hast – das man sich immer wieder in Menschen täuschen kann. Ich danke Dir dafür – dass Du mich hast fallen lassen. Und dafür … dass mich das aufstehen wieder ein wenig stärker gemacht hat.

Man sieht sich immer zweimal im Leben? Ich hoffe es für Dich nicht ….