Viel erwartet – aber das nicht

Da liegt man an seinem freien Tag gemütlich im Bett und gammelt vor sich hin. Eigentlich müsste man ja was im Haushalt tun, aber Gott sei Dank … läuft dieser nicht weg.

Man liegt da und dann klingelt es. Alle Kinder die man so hat, sind in der Schule und das einzige was einem einfällt „Prima, Hermes hat den Weg doch noch gefunden.“ Also wirft man sich die nächstgelegene Decke um und pellt sich vom Sofa.

Türe aufgedrückt und im Treppenhaus erklingt das Geräusch von Stöckelschuhen. Erster Gedanke … „Hö? Seit wann zieht sich Hermes Modebewusst an?“ Und plötzlich steht Frau von Chef vor einem.

Naja, was soll´s. Hereingebeten . Kaffee gemacht. Hingesetzt. Nachgefragt was man denn so für sie tun könnte. Zack und kaum hat man die Frage gestellt, entgleisen einem sämtliche Gesichtszüge, die man so mit sich rum trägt.

„Ich muss dich das fragen. Hast du was mit meinem Mann?“

Ok, wo ist die versteckte Kamera. Mal unauffällig umgeschaut. Keine Kamera zu sehen. Hm … Bist wohl noch am schlafen … Schlechter Traum. Nein leider nicht. Hellwach und falschen Film erwischt.

Relativ schnell findet man die Worte wieder und es schießt nur so heraus: „Bitte was hab ich?“

Ja, sie müsste das jetzt wissen.

Himmel, bitte lass das nur einen schlechten Scherz sein, denkt man sich. Doch der Gegenüber meint es vollkommen ernst. Also versucht man herauszufinden, wie zur Hölle man darauf kommt?! Und ehrlich gesagt, musste man sich teilweise echt zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. Aber man hat ja Anstand und versucht alles zu erklären, ziemlich erfolglos, wie man später erfahren durfte.

Am nächsten Tag geht man zur Arbeit, mit einer Laune die nicht vorhanden ist. Ist ja nicht so, als hätte man genug eigene Probleme, nein nun besitzt man auch noch eine angedichtete Affäre mit dem Chef. Herzlichen Glückwunsch- Sie haben den Jackpot.

Da nicht bekannt ist, dass Frau von Chef bei einem war, trägt man also seine schlechte Laune durch den Tag , um dann noch eine Whatsapp Nachricht von diesem zu erhalten, wenn denn die Laune morgen immer noch nicht besser ist, soll man doch besser zu Hause bleiben.

Haste dir so gedacht. Bleibt man nicht. Man schleppt sich mit genauso schlechter Laune zur Arbeit, wie am Tag zuvor auch und wird keine fünf Minuten später zum Gespräch gebeten.

Wo das Problem liegt. Na dann lassen wir doch mal Gesichtszüge von Chef entgleisen. „Das Problem ist deine Frau, die zu mir nach Hause kam und mich fragte ob wir beide was haben.“  Man hätte ein Foto machen sollen. Es dauerte eine Weile, bis er sein Gesicht unter Kontrolle und seine Worte wiedergefunden hatte. „Bitte was?“

Also klärt man auf, was denn so alles Thema war und wieso man nichts gesagt hat, sondern mit schlechter Laune rumrennt. Sagen wollte man nichts, weil man nicht wirklich scharf darauf ist, noch mehr zwischen die Fronten zu geraten… Man dann aber feststellt, dass es einem wesentlich besser geht, nachdem man alles erzählt hat.

Nun kommen wir zum eigentlichen Teil

– Viel erwartet aber das nicht – 

Man möchte wissen, wer dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat. Das ist schließlich wie ein Dorf hier und man kennt auch ein oder zwei Leute. Und so teilt man Diesen mit, man möchte einem doch bitte mitteilen, wenn jemand raus findet, von wem das Gerücht kommt.  Und dann, fällt man vom Glauben ab, wenn man gesagt bekommt und das ziemlich, absolut, sowas von glaubwürdig, dass es von der ehemaligen Kollegin kommt (die einem noch sagt, ich finde raus, wer das verbreitet), mit der man sich eigentlich verstanden hat.

Kurzfassung. Es dauerte etwas bis man warm wurden. Dann schien aber alles in Ordnung zu sein. Nach knappen fünf Jahren, nahm sie eine Stelle bei Frau von Chef an und das war dann wohl doch nicht das Gelbe vom Ei. Also dichtet man einfach eine Affäre an, in der Hoffnung, das Frau – Mann vor die Wahl stellt, entweder deine Angestellte oder ich – und die Wahl auf Frau fällt. Angestellte Job los – Stelle frei – Kollegin zurück.

Falsch gedacht. So falsch, wie man selbst von dieser Person bis Dato dachte,

Ganz anders gelaufen.

Viel Glück beim Finden einer neuer Arbeitsstelle, Madame ….

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