Herzinfarkt und andere Katastrophen

Happy New Year … das war das Letzte was ich schrieb, bevor das Jahr von Monat zu Monat irgendwie nur beschissener wurde. 

Happy New Year … Happy ist schon lange nix mehr.

Wo fange ich an? Fangen wir mit dem Kind an. Mit dem Kind, das ich mit dem Herzen wollte. Mit dem Kind, das, dank meinem Verstand, nie zu Welt gekommen ist.  Selbst nach der Zeit, tut es noch immer weh, wenn ich daran denke.

Immer, wenn ich es erfolgreich verdrängt habe, werde ich erfolgreich wieder dran erinnert. Nicht zuletzt dank einem Freund, dessen Freundin zur gleichen Zeit schwanger wurde und ihren Zwerg nun Happy  in den Armen halten darf.

Aber hey … Kopf hoch – geht ja immer weiter oder?

Ist nur die Frage wie es weiter geht.

Happy? – Nein ? !

Ich bekomme schon irgendwie gar nicht mehr alles zusammen, dank meinem Verdrängungsmechanismus, der dann doch ab und an erfolgreich seinen Dienst erfüllt.

Lassen wir also einfach die letzten Monate weg, was soll es.

Kommen wir zum Juli 2013.

Wenn es nicht irgendwie bis heute echt übel wäre, würde ich wirklich jeden Tag drüber lachen.  Es gab mal wieder Sex, was ja irgendwie recht selten geworden ist, aber Frau gewöhnt sich ja so an ziemlich alles.  Doch selbst das nahm  kein Happy End.

Nein, wieso auch, Ich muss meinem Mann einen Herzinfarkt beim vögeln verpassen. Wenn es denn sonst nichts ist. Ich habe mich vor allem immer über die Frage der Ärzte gefreut; Waren sie dabei? “ Och joaaa… also … irgendwie schon?!“

Oder wenn sein Arbeitgeber fragt: Hat er sich denn angestrengt oder kam es ganz plötzlich?? … („Och es passierte als er sich anstrengte mich Happy zumachen?!) … Nein ich habe keine Ahnung wieso. Kam ganz plötzlich. (Ich denke die Lüge geht klar).

Irgendwann war der Herr dann wieder zu Hause und dann begann die Suche nach einem Rehaplatz, und  da Mann ja Ansprüche hat, dauerte alles etwas länger.

Wurde dann der Platz endlich gefunden – wurde auch schon nach sieben Tagen wieder mit der Reha aufgehört, weil  – Mann findet eine Ärztin, die ihm brav zuhört und befindet, dass es besser ist, aufgrund seines Schwindels die Reha zu beenden. Na sowas aber auch, wo er auf die ganze Scheisse, wie er es nannte, ja sowieso keine Lust hatte. Seine Frau (die dann wohl quasi ich bin) hat ihm ja nen schickes Heimfahrrad gekauft. Und was anderes als sowas wird ja auch in einer Reha nicht gemacht.

Also wirklich: Liebe Krankenkassen, überdenkt euer Rehakonzept doch mal und sponsort einfach jedem ein Fahrrad. 🙂

Eines wundervollen Tages, meinte mein Mann mir an den Kopf schmeißen zu müssen, dass ich ihn ja im Krankenhaus nur zwei Mal besucht hätte und das mir das ja sowieso alles am A**** vorbeigehen würde was mit ihm ist.

Ich war auf 180, denn ich wusste das ich nicht nur zwei Mal da war. Und ich wusste das ich Recht habe! Ich habe versucht, ja versucht, ich sag ja nicht das es geklappt hat, ruhig und sachlich zu bleiben. Aber er hielt es nicht für nötig mir zuzuhören, also rief ich meine Emma an – hielt im das Telefon und sagte… frag sie – na los.

Aber natürlich tat er es nicht, Er bevorzugte es, die Tüte mit sämtlichen Medikamenten aus dem Kämmerchen zu holen, mir ein schönes Leben zu wünschen und das Weite zu suchen.

Im Grunde hätte es mir egal sein können. Klingt scheiße? Ja mag sein.  Aber er ist der Vater meiner Kinder. Na ja zumindest von einem.

Ich war sauer. Wütend. Traurig. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur ich habe meine Emma angerufen, die wie immer, keine 2 Minuten später auf der Matte stand.

Emma – ich lieb dich  ❤

Emma zog dann los, ihn suchen.

Irgendwann wurde er gefunden.

Irgendwann hockte ich neben ihm.

Und irgendwann hab angefangen ihn zu schlagen.

Irgendwann befand es ein Mann (der freundlicherweise seinen Finger die ganze Zeit mit Puls messen, bei meinem Mann, beschäftigte – bis der Krankenwagen dann da war) für eine nicht so ganz gute Idee, das ich auf ihn losgehe.

Irgendwann hab ich es sein gelassen.  Irgendwann konnte ich nicht mehr heulen. Und irgendwann war dann der Krankenwagen da.

Der Herr hat es dann doch bevorzugt die Pillen nicht zu schlucken, weil ihm ja dann doch noch einfiel, dass es dann doch etwas feige wäre. (Erwartet jetzt bloß keinen Dank.)

Bis heute verlässt er die Wohnung allerhöchstens zum Müll wegbringen. Das ist auch schon alles.

Er hängt 24 Stunden zu Hause und ganz ehrlich… Es nervt, Es nervt ungemein. Es nervt sich jeden Tag ansehen zu müssen, wie er alle naselang seinen Blutdruck misst. Es nervt, wenn der Blutdruck einmal am Tag geringfügig abweicht und er schon quasi fast tot ist.

Ihr denkt ich übertreibe? Ihr habt keine Ahnung …

– Wer Fehler findet, kann sie wie immer alle behalten, keine Sorge … ich mache neue….

Welche???

Fortsetzung folgt ….

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