Tage wie dieser

Es gibt Tage, da weiß man schon beim Aufwachen, dieser Tag kann einem gestohlen bleiben. Man fühlt sich einfach nicht gut. Müde, ausgelaugt und man möchte einfach nur im Bett liegen bleiben und diesen Tag verschlafen.

Doch wie soll es auch anders sein, es ist nicht möglich. Man quält sich aus dem Bett und sucht den Weg ins Bad. Ein Blick in den Spiegel genügt und der Tag ist endgültig im Eimer. Man scheint so auszusehen, wie man sich fühlt. Beschissen.

Der Gedanke daran, gleich arbeiten zu müssen macht den Tag auch nicht wirklich besser und man denkt ernsthaft darüber nach zurück ins Bett zu gehen.

Doch irgendwie bekommt man doch noch die Kurve und schleppt seinen Hintern zur Arbeit. Kaum hat man die unsichtbare Schwelle überschritten, hat man das  größte und freundlichste Lächeln im Gesicht, das die Kunden so lieben. Irgendwie nehmen sie es immer persönlich, wenn man nicht schön brav die Zähnchen zeigt.

Und so beginnt man seine Schicht, die Gedanken weit,

weit weg. Unter anderm beim kuscheligen Bett, in dem man jetzt lieber wäre, als da. Höflich beantwortet man alle Fragen, hilft beim Suchen diverser Dinge und hält den üblichen Smalltalk über all das belanglose Zeug. Wünscht sich einfach nur, das er endlich den Mund hält, seine Sachen einpackt und verdammt nochmal das Weite sucht.

Die Stunden vergehen wie Minuten und ganz besonders hilfreich ist es, wenn man dann auch noch das Ticken des Sekundenzeigers hört. Und dann ist er da. Der Moment des heißersehnten Feierabends. Die Kollegin ist noch nicht ganz da und man hat seine sieben Sachen schon beisammen und flüchtet regelrecht.

Ab nach Hause … ins Bett und den Rest dieses beschissen Tages verschlafen. Denkste. Falsch gedacht,

Die lieben Kinder (ja man liebt sie wirklich) warten schon sehnsüchtig darauf, dass man endlich nach Hause kommt und das Bespaßungsprogramm auspackt. Und der, der immer schweigt, hat plötzlich unfassbaren Redebedarf. Lasst mich doch einfach alle in Ruhe, denkt man sich, aber man schweigt, wie so oft.

Irgendwann sie die Kinder im Bett und dank dem Fußball im TV, ist auch der Mitteilungsbedürftige endlich zum Schweigen gebracht.

Die Chance für einen selbst, endlich ins Bett zu gehen und endlich diesen Tag hinter sich zu lassen und zu hoffen, dass wenn man Morgenfrüh die Augen öffnet, ein besserer Tag auf einen zukommt. Einer, wo einem nicht alles und jeder auf die Neven geht.

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